Impuls für März 2026

Liebe Geschwister,

auch wenn es nach wie vor recht frisch erscheint und die Nächte noch immer mit Minusgraden glänzen. Er wird kommen – der Frühling naht! Die Zeit, in der Neues wächst und wir mehr und mehr die Sonne und Wärme spüren. Für manch einen der beste Anlass für einen Frühjahrsputz. Angestautes im Keller, die leeren Tüten und Kartons oder auch endlich die Fenster wieder blitzeblank zu putzen. Nach und nach erstrahlt in neuem Glanz, was die letzten Wochen und Monate im Wintergrau verborgen lag.

Wie passend die Losung von 2026 aus dem Buch der Offenbarung 21,5:
„Gott spricht: Siehe ich mache alles neu!“

Es ist beinahe so, als ob da auch ein Frühjahrsputz gemeint ist. Das Alte taugt für das, was kommt nicht mehr aus. Ein Aufruf für uns, alte Gewohnheiten, die sich vielleicht ganz unbemerkt eingeschlichen haben, zu ändern. Das klingt gut, ist aber oft sehr schwer. Wir neigen dazu, schlechte Verhaltensweisen zu tolerieren, was dann zur Gewohnheit wird. Je länger, je mehr reden wir nicht mehr darüber und es ist plötzlich unbemerkt ein Teil von uns geworden. Manchmal kann man regelrecht gefangen sein von Verhaltens- oder Denkweisen, die ja kein anderer merken darf.
Nur was ans Licht kommt, was nicht mehr verborgen ist, kann neu, kann erneuert werden.

Ich empfinde, dass wir genau an dieser Stelle oft Mühe haben. Wir sind in Hauskreisen, in guten Beziehungen und kennen einander. Wir beten zusammen, feiern und tragen uns gegenseitig. Wir sind gemeinsam auf dem Weg mit Jesus und die Gemeinde ist der Ort des gemeinsamen Glaubenslebens – was für ein großer Segen!! Doch dann, wenn es darum geht, dem andern tatsächlich etwas im Vertrauen weiterzugeben, wenn wir Hilfe und Gebet in unserer eigenen kleinen Welt brauchen, werden wir schnell leise und schweigsam. Es ist uns peinlich zu sagen, dass wir Sorgen und Ängste, Zwänge und massive Kämpfe haben.

Wann hast Du zum letzten Mal jemand von Deinen Schwächen, Deinen Niederlagen, Deinen Kämpfen erzählt? Das muss nicht in der großen Runde passieren, doch es sollte bei jedem einen Menschen geben, der dieses Vertrauen nicht missbraucht. Denn immer, wenn wir das tun, öffnet sich ein kleiner Spalt in der Tür und das Licht Gottes fällt herein. Es wird heller, leichter, erlöster, Gott kann buchstäblich neu machen.
Ein innerer Frühjahrputz braucht manchmal Anlauf und muss geplant werden. Dann krempelt man die Ärmel hoch, legt los. Es kostet Mühe, Kraft und Schweiß. Doch am Ende gibt es kaum ein schöneres Gefühl als den neuen Glanz zu sehen und sich daran zu erfreuen.
In unserem geistlichen Leben macht Gott tatsächlich alles neu – doch können wir  nicht mit den Händen im Schoß abwarten bis es geschieht.

Ich will Dich ermutigen, Jesus in die dunklen Ecken, die verstaubten Zimmer und die vielleicht schimmligen Räume hineinzulassen. Ein erster Schritt ist, sich jemand anzuvertrauen und die Nöte gemeinsam vor Gott zu bringen.
Der Segen wird in Strömen fließen, die Freude groß sein – so kann tatsächlich etwas ganz Neues entstehen.

Euer Harald mit Sabrina

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  • Beitrag veröffentlicht:1. März 2026
  • Lesedauer:4 min Lesezeit