Challenge accepted – Herausforderung angenommen
Manche Dinge kann man einfach nicht ausdiskutieren.
Ich fahre gerne Fahrrad. Und gerne auch mal ein paar Kilometer am Stück.
Meine Frau Christine verfolgt ein etwas anderes Konzept. Sie fährt auch Fahrrad. Allerdings mit regelmäßigen Fotopausen. Sehr regelmäßigen Fotopausen. Gefühlt kennt inzwischen jeder Baum, jede Blume und jeder Schmetterling ihren Namen.
Am Ende freue ich mich zwar auch über die wunderschönen Bilder, die später bei uns im Wohnzimmer hängen.
Aber Fahrradfahren ist Fahrradfahren!
Über solche Kleinigkeiten kann man erstaunlich lange diskutieren. Man kann sich damit sogar eine wunderschöne Fahrradtour vermiesen. Und noch mehr.
Und dann erinnere ich mich daran, dass ich meine Frau so lieben möchte, wie Jesus seine Gemeinde liebt. Und mir wird klar: Diese Diskussionen sind komplett unnötig und kleinlich.
Also fasste ich einen Entschluss: Dieses Mal machst du es wie Jesus. Geduldig. Freundlich. Entspannt.
Bis 14 Uhr lief der Plan hervorragend.
Dann kam die Bitte: „Kannst du kurz noch warten? Ich hätte das Motiv gern auch noch im 16:9-Format. Das 4:3-Bild ist zwar schön … aber eben anders.“
In diesem Moment verließ mich meine Geduld mit beeindruckender Geschwindigkeit.
Zum Glück ist Jesus mit mir geduldiger, als ich es manchmal mit Christine bin.
Ich glaube, Veränderung ist kein Sprint. Sie ist eher ein Marathon. Und genau deshalb gebe ich nicht auf. Auch mit 62 kann Jesus unser Herz noch verändern. Schritt für Schritt. Für unsere Ehe. Für die Menschen um uns herum. Und zu seiner Ehre.
Bis Ende 2026 möchte ich üben. Und falls ich es bis dahin noch nicht geschafft habe … übe ich eben 2027 weiter.
Challenge accepted.
Hebräer 12,1:
„Lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt.“
Der Herr segne euch in eurem Lauf,
euer Kalle Bender
