Impuls für September 2026

Gottes Geist stiftet Gemeinschaft. Er gründet an Pfingsten die Gemeinde, macht sie zu einem Leib, zu einer Einheit für Jesus.

Und er sucht die persönliche Gemeinschaft: Er ist dein Tröster, dein Begleiter in allen Lebenslagen. Jesus sagt: “ Es ist gut, dass ich gehe, denn sonst würde der Beistand nicht kommen.“

Wie kann ich ihm die Tür öffnen und ihm eine Landebahn bereiten? In zwei Passagen des Epheserbriefes (Eph. 4, 25-32 und 5, 18-21) setzt sich Paulus mit genau dieser Frage auseinander: Kernaussagen sind die Aufforderungen „gebt dem Teufel keinen Raum!„, „betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes!“ und „werdet voll Geistes!“.

In den beiden Abschnitten stehen etliche Gebote, die uns praktisch zeigen, was der Heilige Geist mag und was nicht – was ihn anzieht und was ihn zurückstößt. All das wäre zuviel für dieses persönliche Wort, daher nur ein Aspekt, der sich wie ein roter Faden durch beide Bibelabschnitte zieht: die Rolle unseres Redens:

  • „legt die Lüge ab und redet die Wahrheit“: Lüge vertreibt den heiligen Geist zuverlässig aus unserem Leben. Wenn du in Lüge verstrickt bist: decke sie auf. Das ist zuerst unangenehm, aber am Ende ist es der Weg zu bleibender Freude.
  • „kein faules Wort komme aus eurem Mund“: In letzter Zeit reagiere ich auf Missstände oft mit Ironie, beißendem Spott oder Sarkasmus. Im Moment scheint das eine kleine Befreiung zu bewirken, wie um Druck aus dem Kessel abzulassen. Aber sind das Worte, die aufbauen und den Zuhörern etwas bringen? Eher nicht. Und wenn das nicht der Fall ist, dann betrüben sie auch den Heiligen Geist. Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei und Lästerung vertreiben die Person aus meinem Leben, die mir helfen kann, Dinge wirklich zu verändern: Gottes Geist.
  • „redet zueinander in Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in euren Herzen“: Damit ist nicht gemeint, dass wir eine eigene „Sprache Kanaans“ entwickeln und uns dauernd Bibelverse um die Ohren hauen sollen. Aber wir sollen einander die Größe und Güte Gottes vor Augen stellen – seine unerschütterliche Treue in allen Lebenslagen. Das soll auch die Grundmelodie unseres inneren Redens, unserer Gedanken und Gefühle werden: In Gott geborgen zu sein.
  • „sagt Gott immer und für alles Dank“: Dankbarkeit ist der Weg zu innigerer Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist. Sie lenkt den Blick auf all das Gute in unserem Leben – Äußerliches und Geistliches, Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges. Dankbarkeit entspannt, sie öffnet die Tore für den Geist sperrangelweit. Begnüge dich nicht mit schönen Gedanken: Sprich deinen Dank hörbar aus.

Herzliche Grüße aus Pfullingen
Euer Albert Keppler

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  • Beitrag veröffentlicht:1. September 2026
  • Lesedauer:4 min Lesezeit